Pädagogische Ziele
Spielen wird als fundamentales Bedürfnis der Kinder und als eine Grundform menschlicher Aktivität gewertet. Es sollte ein Hauptteil im Leben der Kinder sein. Spielen ist notwendig und unersetzlich für den Aufbau der Persönlichkeit und Entwicklung des Sozialverhaltens.
Das Spiel bietet vielseitige Möglichkeiten zum Erleben und Lernen. Die Spielenden können Freude, Heiterkeit, Glück, Mut, Freiheit, Zufriedenheit, Sympathie empfinden, aber auch Enttäuschungen, Versagungen, Gebundenheit, Konflikte, Antipathie und Isolation erfahren.
Dem Spielen wird als Erfahrungs- und Übungsfeld für schöpferisches und nachahmendes Verhalten besondere Bedeutung beigemessen. Spontane und zielgerichtete Aktivitäten entfalten sich bei Kindern dieses Alters vor allem beim Spielen.
Durch die Beobachtung des einzelnen Kindes ergeben sich die Antworten auf die Fragen:
„Wie geht es dem Kind?“ – „Was braucht es?“ – „Was tut ihm gut?“
Daraus ergeben sich folgende Ziele und deren praktische Umsetzung:
Selbständigkeit:
eigene Ideen zu entwickeln
neue Erfahrungen zu machen
Vertrauen in eigene Fähigkeiten zu gewinnen
Aufgaben des täglichen Lebens zu erlernen (z.B. anziehen, abwaschen, aufräumen)
Konfliktlösung:
die Möglichkeit von unterschiedlichen Lösungsstrategien versuchen
Konfliktsituationen selbständig zu lösen,
ggf. Hilfestellung von der Erzieherin einzufordern
Meinungsbildung:
sich ihre eigene Meinung zu bilden
eigene Wünsche und Bedürfnisse zu äußern
die Meinung anderer Kinder zu akzeptieren
Eigenständige Entscheidungen Treffen:
innerhalb der Gruppe lernen, Entscheidungen frei zu treffen.
Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen
Kompromisse finden:
unterschiedliche Lösungen zu suchen
aufeinander zu zugehen
sich zugunsten eines Kompromisses zurück zu nehmen.
den anderen zu respektieren
Sprachentwicklung:
in der Gruppe frei zu sprechen, z.B. im Morgenkreis ihren Sprachschatz zu erweitern, durch Gespräche miteinander,
im spiel, beim Vorlesen der Bücher, usw.
Hilfsbereitschaft:
Schwächeren beizustehen
zu sehen, wo Hilfe nötig ist,
beim Aufräumen, sowie bei weiteren Alltagssituationen sich gegenseitig zu helfen
Integration von ausländischen Kindern:
kennenlernen von unterschiedlichen Kulturen mit Sitten und Gebräuchen,
andere Religionen zu akzeptieren
Integration von Kindern mit Beeinträchtigungen:
Eingliederung der I-Kinder in die Gemeinschaft,
die Kinder darauf vorbereiten, dass Menschen mit Beeinträchtigungen ein Teil der Gemeinschaft sind
Sensibel werden für die Umwelt:
die Natur wahrzunehmen, zu achten und zu schonen
Verantwortung für Pflanzen und Tiere zu übernehmen
Sensibel werden für das Umfeld:
den Müll und Wertstoffe richtig zu sortieren
Nahrung nicht zu verschwenden
sorgfältig mit Material umzugehen
Vermittlung des christlichen Glaubens:
Gott und Kirche zu erfahren, durch Gottesdienste
gemeinsam in der Gruppe beten
kennenlernen der christlichen Symbole
das gemeinschaftliche Miteinander Im christlichen Sinn